Aktuelles

Reitstall

Reitunterricht

Fotogalerie

Linksammlung





| Home | Gästebuch | Kontakt | Anfahrt | Impressum |  

Franz Bosch
zurück

An dieser Stelle möchten wir einem Reiter aus unserer Mitte besonderes Augenmerk schenken, Franz Bosch.




1966 verpflichtete ihn die "Rialto" Filmgesellschaft für den Film "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" als Fahrer und Masseur zu arbeiten, als Kleindarsteller mitzuwirken (er spielte einen Banditen) und sich um die Versorgung der Filmpferde zu kümmern. An den Drehorten im damaligen Jugoslawien nutzte er die Drehpausen, um mit den Filmstars Pierre Brice, Lex Barker und Uschi Glas durchs Gelände zu reiten.

















Mitte der 80er Jahre verwirklichte er sich seinen Traum und kaufte seinen ersten Achal-Tekkiner, den Hengst MELEKUSCH, der aus Zentralasien nach Deutschland kam.

Er wurde insgesamt zehnmal Deutscher Trekking-Meister und zweimal Vizemeister. Er nahm an drei Europameisterschaften teil und hat viele Platzierungen in Trekking und Distanz. Er sitzt täglich bis zu zwei Stunden im Sattel und trainiert seinen derzeit 5jährigen Achal-Tekkiner Wallach SARDAR (übers. "Der Gelbe"). Mit Trekking hat er inzwischen abgeschlossen und reitet jetzt Distanzen und Jagden. Des weiteren ist er bei Prüfungen als Richter tätig, was ihm ebensoviel Freude bereitet, wie selbst im Sattel zu sitzen.

Er begann seine Reiterkarriere zunächst als kleiner Junge, der ab und zu auf einem Süddeutschen Kaltblut der benachbarten Bauern sitzen durfte.

Nach seiner Ausbildung zum Zimmermann ging er 1960 zur Bundeswehr, wo er eine weitere Ausbildung zum Physiotherapeuten machte. Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr arbeitete er in Bad Mergentheim im Allgäu und begann während dieser Zeit mit Springen und Jagdreiten, träumte aber immer von langen Ritten, bei denen Mensch und Tier mehr auf einander angewiesen sind. Ein paar Jahre später machte er seine ersten Wanderritte mit dem damals 80jährigen Bauern, dem "Allgäuer Fuzzi". Sie ritten durchs Allgäu, an den Bodensee und nach Österreich.








1971 reiste er nach Usbekistan und Georgien, wo ihm zum ersten Mal die an harte Bedingungen gewöhnten und ausdauernden Pferderassen aus dem Osten begegneten und ihn faszinierten. An einen Import dieser Pferde war damals aus politischen Gründen nicht zu denken. Etwas enttäuscht fuhr er wieder nach Hause und kaufte sich sein erstes Pferd, den Hannoveranerwallach "QUITO".
Mit QUITO startete er 1985 zum ersten Mal bei der Deutschen Trekkingmeisterschaft in Monsheim. Er war der erste Reiter, der in dieser Prüfung mit einem Großpferd startete und wurde mehr oder weniger von seinen Mitreitern ausgelacht. Zu dieser Zeit waren hauptsächlich Islandponies für solche Prüfungen eingesetzt. Doch den anderen Reitern sollte das Lachen noch vergehen: er gewann die Prüfung nach 4 Disziplinen: 60 Kilometer langer Orientierungsritt, Geländeprüfung mit Springen, Trail und eine Theorieprüfung.


Seine Liebe zu Pferden und der Natur hält nun schon gute 45 Jahre an. Er war in Kenia, durchquerte die Wüste Namib zu Pferd, ritt durch die Mongolei, war in Japan, in Neuseeland und am Amazonas und überquerte isländische Gletscher. 1989 erkundete er mit elf anderen Reitern 500 Kilometer des amerikanischen Westens. Seine langjährigen Reiterfahrungen haben ihn vor allem eines gelehrt: Pferde leisten viel mehr und sind viel zäher, als man glaubt...

Wir sind sehr stolz darauf, einen Mann wie FRANZ BOSCH als Mitglied in unserer Stallgemeinschaft zu haben und hoffen, dass er uns noch recht lange bei unseren Stallfesten mit seinen Vorführungen beeindruckt und begeistert.

Bilder von Franz Bosch und seiner Freiheitsdressur